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Cockpit
Zum Ausbau des Cockpits die Anweisungen in Abschn. P 4, Ausbau des Cockpits beachten.
 Hinweis
Das Cockpit wird als komplettes Ersatzteil geliefert, Austauscharbeiten seiner Bestandteile sind daher nicht möglich.
 Wichtig
Beim Austausch des Cockpits müssen die Zündschlüssel neu programmiert werden.
Cockpit-System
Das Cockpit besteht aus einer digitalen Flüssigkristalleinheit.
Die am Display angezeigten Informationen lassen über zwei Schalter (1) und (2), die Taste zum Abschalten der Blinker (3) und die Taste der Lichthupe (4) an der linken Schaltereinheit abrufen. Über der Digitaleinheit sind sechs Kontrollleuchten (drei pro Seite) untergebracht, zusätzlich drei weitere Kontrollleuchten zur Anzeige des Schaltblitzes.
Das Cockpit beinhaltet einen Sensor, der die Lichtintensität in der jeweiligen Umgebung des Motorrads erfasst. Das Cockpit schaltet die Hintergrundbeleuchtung automatisch in Abhängigkeit der erfassten Lichtintensität ein bzw. aus. Das Cockpit beinhaltet darüber hinaus einen internen Temperatursensor, der bei überhöhter Temperatur (70 °C) das Cockpit zur Abschaltung der Hintergrundbeleuchtung auffordert, um diese vor Schäden zu bewahren.
Ebenfalls im Cockpit integriert ist der Sensor für den Umgebungsluftdruck: dem Motorsteuergerät wird diese Information über die CAN-Leitung (controller area network) zugeführt.
Kontrollleuchten
Am Cockpit befinden sich folgende Kontrollleuchten:
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Leerlaufanzeige N (grün): leuchtet auf, wenn sich das Getriebe im Leerlauf befindet.
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Reserveanzeige (ocker): ihr Aufleuchten zeigt an, dass der Tank in Reserve ist und noch ca. 3,5 Liter Kraftstoff vorhanden sind.
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Blinkeranzeigen (grün): ihr Aufblinken zeigt an, dass die Blinker eingeschaltet sind.
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Öldruckanzeige (rot): ihr Aufleuchten zeigt einen zu niedrigen Motoröldruck an. Sie muss aufleuchten, wenn der Zündschalter auf ON gestellt wird und muss einige Sekunden nach dem Anlassen wieder erlöschen. Bei sehr heißem Motor kann es vorkommen, dass sie kurz aufleuchtet, sie muss in diesem Fall jedoch bei steigender Drehzahl erlöschen.
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Fernlichtanzeige (blau): leuchtet bei eingeschaltetem Fernlicht auf.
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Kontrollleuchte „Motordiagnose - EOBD“ (ocker): ihr ständiges Aufleuchten zeigt an, dass das Motorsteuergerät „Motor-“ bzw. „Fahrzeugfehler“ erfasst und sich daher in bestimmten Fällen die Motorsperre ausgelöst hat.
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- Kontrollleuchte 11B + 11C: leuchten permanent 400 Umdrehungen vor dem Begrenzer auf.
- Kontrollleuchte 11A + 11B + 11C: leuchten permanent 800 Umdrehungen vor dem Begrenzer auf.
- Kontrollleuchte 11A + 11B + 11C: blinken bis zum Erreichen des Begrenzers.
 
Displayeinstellungen und -anzeigen
Beim Anlassen (Schlüssel von OFF auf ON) aktiviert das Cockpit 1 Sekunde lang nacheinander sämtliche LCD-Stellen und Anzeigen.
Anschließend kehrt das Cockpit zur „normalen“ Anzeige zurück, wobei anstatt des Kilometerzählers das Modell sowie 2 Sekunden statt der Geschwindigkeit ebenfalls die Version des Motorrads (EU, UK, USA, CND, FRA, JAP) eingeblendet werden.
Beim Modell handelt es sich um eine einmalige „Laufanzeige“.
Beim Einschalten der Zündung zeigt das Cockpit stets folgende Informationen an (und deaktiviert dabei die vorab aufgerufenen Funktionen):
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An dieser Stelle kann mit der Taste (1) „s“ in jedem Fall von der Funktion Kilometerzähler (TOT) auf folgende Funktionen geschaltet werden:
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TRIP FUEL (sofern aktiviert)
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um anschließend wieder zur Funktion Kilometerzähler (TOT) zurückzukehren.
Wird dagegen die Taste (2) „t“ gedrückt, ruft das System das MENÜ auf und zeigt nacheinander folgende Funktionen:
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 Wichtig
Dieses Menü ist nur bei einer Motorradgeschwindigkeit unter 20 km/h aktiviert; sollte bei aufgerufenem MENÜ die Geschwindigkeit des Motorrads 20 km/h überschreiten, so schließt das Cockpit automatisch das Menü und ruft die ursprüngliche Anzeige wieder auf; es besteht allerdings jederzeit die Möglichkeit, das Menü durch 3 Sekunden langes Drücken der Taste (2) „t“ zu beenden.
Anzeige der gesamten Fahrleistung „Kilometerzähler“
Mit dieser Funktion wird die Anzeige der gesamten Fahrleistung eingeblendet.
Beim Einschalten der Zündung ruft das System automatisch diese Funktion auf.
Die Daten sind permanent gespeichert und können nicht gelöscht werden.
Beim Überschreiten des Kilometerstands 99999 km (bzw. 99999 Meilen) bleibt die Angabe „99999“ permanent angezeigt.
Anzeige der Motorradgeschwindigkeit
Mit dieser Funktion wird die Anzeige der Motorradgeschwindigkeit eingeblendet.
Das Cockpit empfängt die Information der reellen Geschwindigkeit (in km/h gemessen) vom Steuergerät und blendet diesen Wert mit 8% Zuschlag ein.
Die angezeigte Höchstgeschwindigkeit beträgt 299 km/h (186 mph).
Über 299 km/h (186 mph) zeigt das Display die Striche „- - -“ (nicht blinkend) an.
Motoröltemperaturanzeige
Mit dieser Funktion wird der Wert der Motoröltemperatur angezeigt.
 
Anzeigen:
-
bei Temperatur zwischen +40 °C und +70 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 2“
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bei Temperatur zwischen +71 °C und +90 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 3“
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bei Temperatur zwischen +91 °C und +175 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 4“
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bei Temperatur zwischen +176 °C und +187 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 5“
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bei Temperatur zwischen +188 °C und +192 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 6“
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bei Temperatur zwischen +193 °C und +196 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 7“
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bei Temperatur zwischen +197 °C und +199 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 8“
-
bei der Temperatur von 200 °C erscheint am Display die Angabe „STATUS 9“ mit blinkenden Balken.
Bei AUSFALL des Sensors blinkt die Angabe „STATUS 1“.
Anzeige der Tagesfahrleistung „TRIP“
Mit dieser Funktion wird die Anzeige der gefahrenen Teilstrecke eingeblendet.
Bei aufgerufener Funktion und 3 Sekunden langem Drücken der Taste (1) „s“ wird die Angabe gelöscht.
Beim Überschreiten der Ziffer 999.9 wird die Streckenangabe gelöscht und die Zählung automatisch von Null wieder aufgenommen.
Falls zu einem beliebigen Zeitpunkt die Maßeinheiten des Systems anhand der Funktion „Setting Special“ geändert werden sollten, wird die in dieser Funktion gefahrene Streckenangabe gelöscht und die Zählung in der neuen Maßeinheit von Null aufgenommen.
 
Anzeige der Fahrleistung in Reserve „TRIP FUEL“
Mit dieser Funktion wird die Anzeige der Fahrleistung in Reserve eingeblendet.
Beim Aufleuchten der Reserveanzeige (6) während der Fahrt wird unabhängig von der eingeblendeten Funktion automatisch die TRIP FUEL Anzeige aktiviert. Sollte der Reservezustand bestehen bleiben, wird die Angabe auch nach Abschalten der Zündung gespeichert.
Die Zählung bricht automatisch ab, sobald sich das Motorrad nicht mehr in Reserve befindet.
Beim Überschreiten der Ziffer 999.9 wird der Zähler automatisch gelöscht und die Zählung von Null wieder aufgenommen.
Inspektionsanzeige
Zeigt den Inspektionsbedarf an.
Das Aufleuchten der Anzeige () weist darauf hin, dass der für die Inspektion erforderliche Kilometerstand erreicht ist.
Am Cockpit erscheint die Meldung der Inspektion bei folgenden Kilometerständen:
-
nach den ersten 1000 km des Kilometerzählers
-
alle 12000 km des Kilometerzählers.
Die Information verbleibt bis zum Löschen durch eine autorisierte Werkstatt am Cockpit.
 
Batteriespannungsanzeige (BATT)
Diese Funktion beschreibt die Funktionsweise der Batteriespannungsanzeige.
Zur Anzeige der Funktion das Menü aufrufen und von hier die Seite „BAT“.
Das Cockpit zeigt den Wert der Batteriespannung folgendermaßen an:
-
bei Spannung im Bereich 12,1 bis 14,9 Volt erfolgt die Anzeige permanent;
-
liegt die Spannung zwischen 10,0 und 12,0 Volt bzw. zwischen 15,0 und 16,0 Volt, erscheint der Wert blinkend;
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bei einer Spannung von oder unter 9,9 Volt blinkt die Angabe „LO“ und es schaltet sich gleichzeitig die Kontrollleuchte „Fahrzeug-/Motordiagnose - EOBD“ (10) ein;
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bei einer Spannung von oder über 16,1 Volt blinkt die Angabe „HI“ und es schaltet sich gleichzeitig die Kontrollleuchte „Fahrzeug-/Motordiagnose - EOBD“ ein (10).
Standgaseinstellung (RPM)
Diese Funktion beschreibt die Funktionsweise der Standgaseinstellung.
Zur Anzeige der Funktion das Menü aufrufen und von hier die Seite „RPM“.
Das Display zeigt außer der oberen Drehzahlskala ebenfalls die Motordrehzahl in numerischem Format, so dass eine genauere „Standgaseinstellung“ möglich ist.
Einstellung Hintergrundbeleuchtung (LIGHT SET)
Mit dieser Funktion kann die Stärke der Cockpit-Hintergrundbeleuchtung eingestellt werden.
Zur Aktivierung dieser Funktion das Menü auf Seite „LIGHT SET“ aufrufen.
Von dieser Seite aus wird durch 3 Sekunden langes Drücken der Taste Reset (3) der Einstellmodus aufgerufen und nacheinander folgende Seiten:
Seite 1 - „LIGHT MAX“ Einstellung:
Von dieser Seite mit der Hintergrundbeleuchtung auf maximaler Leistung kann über Taste (1) „s“ die Seite 2 aufgerufen werden.
Seite 2 - „LIGHT MID“ Einstellung:
Von dieser Seite mit um 30% zur maximalen Leistung abgeschwächter Hintergrundbeleuchtung kann über Taste (1) „s“ die Seite 3 aufgerufen werden.
Seite 3 - „LIGHT MIN“ Einstellung:
Von dieser Seite mit um 70% zur maximalen Leistung abgeschwächter Hintergrundbeleuchtung kann über Taste (1) „s“ erneut die Seite 1 aufgerufen werden.
 
Wird auf einer dieser drei Seiten die Taste Reset (3) 3 Sekunden lang gedrückt, kehrt das Cockpit zur Anfangsseite „LIGHT SET“ zurück und speichert dabei permanent die ausgewählte Beleuchtungsstärke.
 
Bei einem Ausfall der Batterieversorgung (Batt-OFF) wird nach dem erneuten Start (Key-On) hingegen die Hintergrundbeleuchtung auf maximale Leistung gesetzt.
 
Aktivierung und Anzeige der Rundenzeit (Funktion LAP)
Diese Funktion beschreibt die Funktionsweise der Rundenzeitanzeige.
Zur Aktivierung dieser Funktion das Menü aufrufen und hier die Funktion „LAP“ auf „On“ stellen, dazu die Taste Reset (3) 3 Sekunden lang gedrückt halten.
START und STOPP der Stoppuhr erfolgen durch die Taste für die Lichthupe FLASH (4) an der linken Schaltereinheit.
Bei jedem Druck der Taste FLASH und aktivierter LAP Funktion erscheint am Cockpit 10 Sekunden lang die Rundenzeit und anschließend wieder die „normale“ Anzeige.
Es können maximal 30 Rundenzeiten gespeichert werden.
Ist der Speicherplatz restlos belegt, so wird beim Drücken der Taste FLASH keine Rundenzeit mehr gespeichert und am Cockpit erscheint 3 Sekunden lang die blinkende Angabe „FULL“, bis die Zeiten gelöscht werden.
Beim Deaktivieren der LAP Funktion über Menü wird die aktuelle „Runde“ nicht gespeichert.
Wird das Cockpit bei aktivierter LAP Funktion plötzlich abgeschaltet (Zündung aus), so erfolgt automatisch auch die Deaktivierung der LAP Funktion (die gefahrene „Runde“ wird selbst bei laufender Stoppuhr nicht gespeichert).
Sollte die Rundenzeit niemals „gestoppt“ werden, so beginnt die Stoppuhr bei Erreichen von 9 Minuten, 59 Sekunden, 99 Hunderdstel wieder von 0 (Null) und die Zeitzählung läuft dann bis zur Deaktivierung der Funktion fort.
Ist die LAP Funktion dagegen aktiviert und der „Speicher“ nicht gelöscht worden, sind aber weniger als 30 Runden gespeichert (zum Beispiel: 18 gespeicherte Runden), speichert das Cockpit die noch verbleibenden Runden bis zur „Sättigung“ des Speicherplatzes (in diesem Fall können weitere 12 Runden gespeichert werden).
In dieser Funktion ist eigentlich die reine Anzeige der Rundenzeiten vorgesehen, doch werden ebenfalls andere Daten (max. Drehzahl, Begrenzer sofern erreicht) für eine anschließende und vollständige Anzeige innerhalb der Lap Memory Funktion gespeichert.
Anzeige der Speicherdaten (LAP Memory)
Zeigt die mit der LAP Funktion gespeicherten Daten an: Rundenzeit, Höchstgeschwindigkeit und max. Drehzahl (sowie Begrenzer, falls erreicht).
Zur Anzeige der gespeicherten Zeiten das Menü aufrufen und von hier die Seite „LAP MEM“.
Von dieser Menüseite wird durch 3 Sekunden langes Drücken der Taste Reset (3) die Anzeige der „1. Runde“ aufgerufen. Am Cockpit erscheinen die Nummer der Runde, die Rundenzeit sowie die in der betreffenden Runde erreichte Höchstgeschwindigkeit und -drehzahl.
Durch Drücken der Taste (1) „s“ werden die 30 gespeicherten Zeiten durchgeblättert, anschließend erfolgt die Rückkehr zur 1. Runde.
Wird beim Anzeigen der gespeicherten Zeiten die Taste Reset (3) 3 Sekunden lang gedrückt, löscht das Cockpit umgehend alle gespeicherten Zeiten. In diesem Fall wird die ggf. eingeschaltete LAP Funktion automatisch deaktiviert.
Ist kein Wert im Speicher abgelegt, so erscheinen die 30 Rundenzeiten mit folgenden Anzeigen: Stoppuhr „00.00.00“, max. Drehzahl = 0 und Höchstgeschwindigkeit = 0.
Hat der Motor einen der zwei Bereiche vor Auslösung des Begrenzers oder sogar die Begrenzungsdrehzahl erreicht, leuchten bei der Anzeige der gespeicherten Rundenzeiten die betreffenden Kontrollleuchten auf (11A), (11B) und (11C).
DDA-Datenlogger
Mit dieser Funktion wird der DDA-Datenlogger (DDA= Ducati Data Analyzer) aktiviert (Abschn. P 10, USB-Datenlogger): zur Datenerfassung muss der Datenlogger am Kabelbaum des Motorrads angeschlossen sein.
Zur Aktivierung des Datenloggers das Menü aufrufen und den „DDA-Datenlogger“ auf „On“ stellen, dazu die Taste reset (3) 3 Sekunden lang gedrückt halten.
Als Bestätigung der aktivierten Funktion, „leuchtet“ die (kleine) Aufschrift DDA auf und bleibt ebenfalls nach Beenden des Menüs erleuchtet.
START und STOPP der Datenerfassung erfolgen durch die Taste für die Lichthupe FLASH (4) an der linken Schaltereinheit.
Sollte das Cockpit bei aktivierter USB Funktion plötzlich abgeschaltet werden (Zündung aus), wird die Funktion automatisch deaktiviert.
Erase DDA
Mit dieser Funktion werden die im DDA-Datenlogger abgelegten Daten gelöscht: zum Löschen der Daten muss der Datenlogger am Kabelbaum des Motorrads angeschlossen sein.
Zum Löschen der Daten das Menü aufrufen und von hier die Seite „Erase DDA“.
Wird die Taste Reset (3) 3 Sekunden lang nicht während der Datenerfassung durch den DDA-Datenlogger gedrückt, erscheint am Cockpit 10 Sekunden lang die Angabe „WAIT…“; nach diesen 10 Sekunden erscheint dann die Meldung „ErASE OK“ für die Dauer von 2 Sekunden als Bestätigung, dass die Daten des DDA-Datenloggers gelöscht worden sind.
Wird die Taste Reset (3) 3 Sekunden lang während der Datenerfassung durch den DDA-Datenlogger gedrückt, erscheint am Cockpit 2 Sekunden lang die Angabe „FAIL“ als Hinweis dafür, dass der Speicher des Datenloggers nicht gelöscht worden ist.
 
Uhreinstellfunktion
Mit dieser Funktion wird die Uhr eingestellt.
Zur Uhreinstellung das Menü aufrufen und von hier die Seite „TIME Set“.
Von dieser Seite aus wird durch 3 Sekunden langes Drücken der Taste Reset (3) der Einstellmodus aufgerufen.
Beim Aufrufen dieser Funktion blinkt die Angabe „AM“, durch Drücken der Taste (1) „s“ blinkt daraufhin die Angabe „PM“. Indem die Taste (1) „s“ abermals gedrückt wird, kehrt man zum vorherigen Schritt zurück (die Uhrzeit 00:00 wird beim Übergang von AM auf PM dann zu 12:00);
die Taste (2) „t“ drücken, um die Einstellung der Stunden aufzurufen: die Anzeige blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ fährt die Zählung um je 1 Stunde fort, bei längerem Druck der Taste (1) „s“ läuft die Zählung dagegen um je 1 Stunde pro Sekunde hoch (in diesem Fall blinken die Stunden nicht).
die Taste (2) „t“ drücken, um die Einstellung der Minuten aufzurufen: die entsprechende Anzeige blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ fährt die Zählung um je 1 Minute fort, bei längerem Druck der Taste (1) „s“ läuft die Zählung dagegen um je 1 Minute pro Sekunde hoch. Wird die Taste (1) „s“ länger als 5 Sekunden gedrückt, beschleunigt die Zählung auf 1er Schritte alle 100 ms (beim längeren Druck der Taste (1) „s“ blinken die Sekunden nicht).
Beim Drücken der Taste (1) „s“ wird der Einstellmodus beendet und die neue Zeiteinstellung eingeblendet.
 Hinweis
Bei Ausfall der Versorgung (Batterie Off) geht die Uhrzeit verloren. Nach Wiederherstellung der Batterieversorgung (Batterie On) erscheint die Anzeige 0:00. Die Uhrzeit kann nun wieder normal eingestellt werden.
Cockpitdiagnose
 Wichtig
Das Cockpit führt die Systemdiagnose 60 Sekunden nach dem letzten Abschalten der Zündung durch.
 
Die Anzeige betrifft fehlerhafte Motorzustände.
Liegen mehrere Fehler vor, werden diese im Rollmodus alle 3 Sekunden angezeigt.
Nachstehend die Tabelle mit den möglichen Fehleranzeigen.
 
Freigabe der Wegfahrsperre
Bei einer „Blockierung der Wegfahrsperre“ kann diese vom Menü aus durch Abrufen der entsprechenden Funktion folgendermaßen „freigegeben“ werden.
Die Menüseite „CODE“ aufrufen.
 Hinweis
Dieses Menü ist nur bei Vorliegen von mindestens einem Fehler der Wegfahrsperre aktiviert.
 
Auf dieser Menüseite wird stets der Anfangscode „00000“ angezeigt; drückt man nun die Taste Reset (3) für die Dauer von 3 Sekunden, wird das Verfahren zur Eingabe des auf der Code Card enthaltenen Elektronikcodes aufgerufen.
Codeeingabe:
beim Aufrufen dieser Funktion blinkt die erste Stelle links
bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der zweiten Ziffer über, die nun blinkt. bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der dritten Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der vierten Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der fünften Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
mit Taste (2) „t“ wird die Codeeingabe bestätigt.
Ist der Code nun richtig eingegeben worden, blinken die Angabe „CODE“ sowie der eingegebene Code gleichzeitig für die Dauer von 4 Sekunden; die Kontrollleuchte „Fahrzeug-/Motordiagnose - EOBD“ (10) erlischt, das Cockpit beendet dann automatisch das Menü und gestattet das „vorübergehende“ Anlassen des Motors.
Verbleibt der Fehler dagegen am Cockpit, wird beim nächsten Einschalten der Zündung der Motor weiterhin gesperrt sein.
Sollte der Code dagegen nicht korrekt eingegeben worden sein, kehrt das Cockpit automatisch zum Menü „CODE“ mit Anzeige der Ziffern „00000“ zurück.
Automatische „AUSSCHALTFUNKTION“ der Blinker
Nach Betätigung eines Fahrtrichtungsanzeigers kann dieser mit Taste RESET (3) ausgeschaltet werden.
Falls kein „RESET“ erfolgen sollte, deaktiviert sich der Blinker automatisch nach 1 km (0,6 Meilen) Fahrt ab seiner Einschaltung.
Die Steuerung der Blinker wird bei einer Versorgungsspannung über 16 Volt deaktiviert („Schutzfunktion“ des Cockpits) Im Fall einer Versorgungsspannung unter 6 Volt wird die Steuerung der Blinker deaktiviert, da der allgemeine“ Betrieb des Cockpits nicht mehr garantiert ist.
Funktion „progressive“ EINSCHALTUNG/Abschaltung des Scheinwerfers
Bei Drehen des Zündschlüssels (Key-On) wird das Abblenddlicht (LO) „progressiv“ eingeschaltet (Einschaltzeit ca. 2 Sekunden).
Auch die Abschaltung (Key-Off) erfolgt „progressiv“ (Abschaltzeit ca. 2 Sekunden).
Diese „progressive“ Ein- bzw. Abschaltmöglichkeit des Scheinwerfers rührt davon her, dass das Abblendlicht direkt vom Cockpit aus gesteuert wird.
Die Steuerung des Abblendlichts wird bei einer Versorgungsspannung über 16 Volt deaktiviert („Schutzfunktion“ des Cockpits) Im Fall einer Versorgungsspannung unter 6 Volt wird die Steuerung des Abblendlichts deaktiviert, da der allgemeine“ Betrieb des Cockpits nicht mehr garantiert ist.
Funktion „intelligente“ Scheinwerferabschaltung
Diese Funktion ermöglicht eine Reduzierung des Batterieverbrauchs, da sie den Scheinwerfer automatisch abschaltet. Sie wird in 2 Fällen aktiviert:
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im 1. Fall, wenn beim Umschalten des Zündschlüssels von OFF auf ON nach 60 Sekunden kein Motorstart erfolgt, wird der Scheinwerfer ausgeschaltet und erst nach erneutem Anlassen des Motors wieder eingeschaltet
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Servicemenü
Mit diesem MENÜ kann der DUCATI Vertragshändler einige hilfreiche Vorgänge ausführen.
Zum Aufrufen dieses MENÜS die Taste (2) „t“ drücken und gleichzeitig den Zündschlüssel von OFF auf ON drehen.
 Achtung
Bei aufgerufenem „MENÜ“ werden alle anderen Funktionen unterbunden und der Start des Motorrads ausgeschlossen.
 
Als erstes muss stets die Funktion „Neuprogrammierung der Wegfahrsperre“ erscheinen (00000 PRO).
An dieser Stelle wird mit Taste (1) „s“ die Funktion „Setting Special“ (UNIT SET) aufgerufen.
Nach den Neueinstellungen muss der Zündschalter zum Speichern der Eingaben von „ON“ auf „OFF“ gedreht werden.
Die neuen Einstellungen sind dann beim nächsten Einschalten der Zündung übernommen.
Beispiel:
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Neuprogrammierung der Wegfahrsperre
Mit dieser Funktion kann die Wegfahrsperre bei Verlust/Beschädigung eines bzw. beider Schlüssel neu programmiert werden.
Zur Anzeige der Funktion das „Servicemenü“ aufrufen und von hier die Seite „00000PRO“.
Auf dieser Menüseite wird stets der Anfangscode „00000“ angezeigt; drückt man nun die Taste RESET (3) für die Dauer von 3 Sekunden, wird das Verfahren zur Eingabe des auf der Code Card enthaltenen Elektronikcodes aufgerufen.
Codeeingabe:
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bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
-
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der zweiten Ziffer über, die nun blinkt. bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
-
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der dritten Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
-
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der vierten Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
-
durch Drücken der Taste (2) „t“ geht man zur Einstellung der fünften Ziffer über, die nun blinkt. Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ läuft die Zählung um jeweils 1 Ziffer pro Sekunde fort
-
durch Drücken auf Position A „s“ wird der Code übernommen.
Bei falscher Codeeingabe erscheint am Cockpit abermals der Anfangscode „00000“. Die Anzahl der Eingabeversuche ist unbegrenzt.
Ist der Code nun richtig eingegeben worden, blinken die Angaben „Cod“ sowie der eingegebene Code gleichzeitig; den Zündschalter nun auf Off stellen.
Von nun an wartet die Wegfahrsperre auf die Neuprogrammierung mit dem bzw. den neuen Schlüssel/n; beim nächsten Einschalten der Zündung müssen die Schlüssel gemäß dem Verfahren unter „Programmierung der Wegfahrsperre“ neu programmiert werden.
 Hinweis
Während dieser Phase und bis zur Neuprogrammierung der Schlüssel ist der Motor durch die Wegfahrsperre blockiert.
 Achtung
Im Fall einer Neuprogrammierung nimmt das Cockpit nach Einstecken der neuen Schlüssel die Neuprogrammierung und den Löschvorgang der alten Schlüssel vom System vor, löscht jedoch KEINEN der bei der ERSTEN Programmierung der Wegfahrsperre gespeicherten zwei elektronischen Codes. Mit anderen Worten führt also der „elektronische“ Code auf Code Card weiterhin seine zweifache Funktion für die „Freigabe der Wegfahrsperre“ und die „Neuprogrammierung der Wegfahrsperre“ aus.
Verlust der Code Card
Bei Verlust des auf der CODE CARD angegebenen Elektronikcodes sind folgende Funktionen nicht mehr möglich:
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Zur Wiederherstellung der vollständigen Systemfunktionalität müssen ZÜNDSCHLOSS (2 schwarze Schlüssel + neue CODE CARD) und Cockpit ausgetauscht, anschließend die Wegfahrsperre neu programmiert werden.
Verlust eines Schlüssels
Nach dem Kauf eines neuen Schlüssels muss die Neuprogrammierung (durch Eingabe des Codes auf der CODE CARD) des neuen sowie des verbliebenen Schlüssels durchgeführt werden.
Verlust beider Schlüssel
Nach dem Kauf von zwei neuen Schlüsseln muss die Neuprogrammierung (durch Eingabe des Codes auf der CODE CARD) der neuen Schlüssel durchgeführt werden.
Austausch des Schlüsselsatzes (neue Schlösser, neue Code Card, neue Schlüssel)
Nach Einbau des neuen Schlüsselsatzes muss anhand der zwei neuen Schlüsseln die Neuprogrammierung (durch Eingabe des elektronisches Codes auf der alten CODE CARD) durchgeführt werden.
Die neue CODE CARD aber auf jeden Fall aufbewahren, sie könnte bei Austausch des Cockpits und daher bei einer neuen Programmierung „aktiv“ werden.
Austausch des Cockpits
Nach dem Kauf des neuen Cockpits muss die normale „Programmierung“ der Wegfahrsperre durchgeführt werden.
Austausch des Cockpits bei einem bzw. zwei neuen Schlüssel/n
In diesem besonderen Fall muss zur Wiederherstellung der vollen Systemfunktionalität vor Programmierung der Wegfahrsperre ebenfalls das ZÜNDSCHLOSS (2 schwarze Schlüssel + neue CODE CARD) ausgetauscht werden.
Wird das neue Cockpit mit den vorab ersetzten Schlüsseln programmiert, so erfolgen zwar die Programmierung der Wegfahrsperre und der Start des Motorrads, doch der Elektronikcode auf der CODE CARD gibt folgende Funktionen nicht mehr statt:
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Spezialfunktionen „Setting Special“ (Fahrzeugmodell und Maßeinheit)
Mit dieser Funktion werden die Maßeinheiten der am Cockpit angezeigten Werte eingestellt.
Das Steuergerät teilt dem Cockpit im automatischen Modus die jeweils am Display einzublendenden richtigen Maßeinheiten mit: zur Bearbeitung dieser Parameter das „Servicemenü“ aufrufen und von hier die Funktion „Set UNIT“.
Taste RESET (3) zur Anzeige der Versionen drücken.
 
Bei jeder Betätigung der Taste (1) „s“ bzw. (2) „t“ aktiviert das Cockpit im blinkenden Rollmodus folgende Anzeigen:
Durch Drücken der Taste Reset (3) für die Dauer von 3 Sekunden wird der angezeigte Stand gespeichert und durch die Meldung „MEM“ bestätigt. Beim nächsten Einschalten der Zündung hat das Cockpit die neue Einstellung übernommen.
Programmierung der Wegfahrsperre
Mit dieser Cockpitfunktion kann die Wegfahrsperre programmiert werden.
 Hinweis
Es lassen sich nur 2 Schlüssel speichern.
 
Den SCHLÜSSEL 1 (einen der 2 schwarzen Schlüssel) einstecken und den Zündschlüssel von Off auf On drehen:
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den Zündschalter binnen 3 Sekunden von On auf Off stellen
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den SCHLÜSSEL 2 (den anderen schwarzen Schlüssel) innerhalb von 15 Sekunden einstecken und den Zündschlüssel von Off auf On drehen
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den Zündschalter binnen 3 Sekunden von On auf Off stellen
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den SCHLÜSSEL X (wahlweise Schlüssel 1 bzw. Schlüssel 2) innerhalb von 15 Sekunden einstecken und den Zündschlüssel von Off auf On drehen.
Bei erfolgreicher Programmierung leuchtet am Cockpit 3 Sekunden lang die Meldung „PROG“ auf, anschließend erscheint wieder die normale Anzeige.
 
Abgebrochene Programmierung:
falls die 3 Sekunden lange Zählung nach Einschalten der Zündung oder die 15 Sekunden lange Zählung nach Ausschalten der Zündung verstreichen sollte bzw. eine falsche Programmierung erfolgt sein, bricht das Cockpit die Programmierung ab und blendet für die Dauer von 3 Sekunden die Meldung „OFF“ ein, wonach es zur normalen Anzeige zurückkehrt.
 Wichtig
Zusätzlich zur Speicherung der Schlüsselcodes liest das Cockpit während der Programmierung durch Einstecken von SCHLÜSSEL 1 (1. schwarzer Schlüssel) und SCHLÜSSEL 2 (2. schwarzer Schlüssel) zwei „elektronische“ Codes aus.
 
Die Schlüsselcodes werden bei einer Neuprogrammierung der Wegfahrsperre mit den neuen Codes der neuen Schlüssel überschrieben; die beiden „elektronischen“ Codes bleiben dagegen permanent gespeichert und können also weder gelöscht noch überschrieben werden.
Der Elektronikcode auf der CODE CARD entspricht einem der zwei elektronischen Codes und dient zur Wiederherstellung sowie Neuprogrammierung der Wegfahrsperre.
 
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